Reformation und Migration: Wie wir hier evangelisch wurden

 

Wo einst Menschen zur Marienverehrung pilgerten, wird heute evangelisch Gottesdienst gefeiert. Anderswo beginnt das Gemeindeleben im Wirtshaussaal, bringen Eisenbahner ihren Glauben an den neuen Arbeitsort mit oder wird eine Zigarrenfabrik zur Kirche. Die evangelische Geschichte unserer Region hat viele Anfänge. Zwischen Langen und Seligenstadt, Rödermark und den Hanauer Stadtteilen Steinheim und Klein-Auheim erzählen sie davon, wie Menschen ihren Glauben leben – und dafür immer wieder neue Räume finden. Auch ein Blick in die Nachbarschaft gehört dazu. 

 

Wie unsere Region evangelisch wurde, lässt sich nicht an einer einzigen Jahreszahl festmachen. Dieser historische Streifzug greift beispielhaft Daten, Geschichten und Entwicklungen auf, die zeigen, wie vielfältig die Anfänge waren und wie sich evangelisches Leben vor Ort entfaltet hat. Er erhebt keinen Anspruch auf eine lückenlose Chronologie oder darauf, jede Gemeinde gleichermaßen zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Stationen: große Umbrüche ebenso wie kleine Anfänge, prägende Entscheidungen und Menschen, die neue Wege gingen. So entsteht ein Einblick in eine Geschichte, die von Ort zu Ort anders verlief – und bis heute weitergeschrieben wird.

Vor der Reformation: Die Kirchen waren schon da

 

Als die Reformation unsere Region erreicht, beginnt die christliche Geschichte hier keineswegs bei null. Klöster, Dorfkirchen und Kapellen prägen seit Jahrhunderten die Landschaft. Im heutigen Seligenstadt legt Einhard, ein Vertrauter und Biograf Karls des Großen, im neunten Jahrhundert den Grundstein für ein bedeutendes geistliches Zentrum. Er lässt die Basilika als Kirche für die Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus errichten, die 828 hierhergelangen.

 

Mit der Kirche entwickelt sich das Benediktinerkloster: Während die Basilika Raum für Gottesdienst und Heiligenverehrung bietet, leben und arbeiten die Mönche in den angrenzenden Klostergebäuden. Die Abtei prägt über Jahrhunderte das religiöse und wirtschaftliche Leben weit über Seligenstadt hinaus. Die vielfach veränderte Basilika und die erhaltene Klosteranlage machen diese Geschichte bis heute sichtbar.

 

Auf dem Gelände der Burg Hayn in Dreieichenhain stehen nacheinander mehrere Kirchenbauten. In Langen reicht die kirchliche Überlieferung am Standort der heutigen Stadtkirche bis ins Jahr 834 zurück. Viele spätere evangelische Gemeinden übernehmen also ältere Kirchen – und füllen sie mit einer veränderten Form des Glaubenslebens.

 

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel steht in Offenthal: Die gotische Kirche aus der Zeit um 1400 ist nach dem Alter des erhaltenen Gesamtbaus die älteste Kirche unserer evangelischen Gemeinden im Dekanat. Einzelne Bauteile anderer Kirchen reichen noch weiter zurück. Ihre Entstehung wird mit Anna von Falkenstein verbunden; eine ältere Marienwallfahrtskapelle wurde in den Bau einbezogen. Bevor hier evangelisch gepredigt wurde, war Offenthal also auch ein Ziel für Pilgerinnen und Pilger. Um 1540 wurde die Kirche evangelisch. Wer heute dort Gottesdienst feiert, sitzt damit in einem Raum, in dem Menschen seit mehr als 600 Jahren beten, hoffen und nach Gott fragen. Die Reformation veränderte den Glaubensalltag – die mittelalterliche Kirche blieb.

Im 16. Jahrhundert: Die Reformation kommt –
aber nicht überall gleich!

 

1528 wird der Reformator unserer Region, Erasmus Alberus, Pfarrer in Sprendlingen. Der Schüler Martin Luthers gehört zu den frühen Köpfen der Reformation in der Dreieich. In Langen wird seit 1532 evangelisch gepredigt, in Dietzenbach setzt sich die Reformation 1545 durch. Dudenhofen entwickelt sich ebenfalls zu einem dauerhaft evangelischen Ort.

 

Andernorts wechselt die Konfession mehrfach. Heusenstamm erhält 1565 einen evangelischen Pfarrer, wird im frühen 17. Jahrhundert jedoch wieder katholisch. Auch Ober- und Nieder-Roden haben evangelische Phasen; 1576 setzt sich dort die katholische Konfession erneut durch. Entscheidend sind dabei häufig die Herrschaftsverhältnisse. Wer wenige Kilometer weiter wohnt, kann deshalb zu einer anderen Kirche gehören – auch innerhalb des heutigen Rodgau oder Rödermark.

1597 bis 1699: Zuflucht und Glaubenskrieg

 

In unserer Nachbarschaft, in Hanau, beginnt 1597 ein besonderes Kapitel: Reformierte Glaubensflüchtlinge aus den damaligen spanischen Niederlanden dürfen eine Neustadt gründen. Mit ihrem Glauben, ihrem Handwerk und ihren Handelsverbindungen verändern sie die Stadt nachhaltig. Die Wallonisch-Niederländische Kirche wird zum sichtbaren Ausdruck dieses Neuanfangs. Zum heutigen Dekanat Dreieich-Rodgau gehören die Hanauer Stadtteile Steinheim und Klein-Auheim; die Geschichte der benachbarten Kernstadt ist mit der Region dennoch eng verbunden.

 

Der Dreißigjährige Krieg bringt dagegen Gewalt, Not und wechselnde Besatzungen. Als die Schweden 1631 Seligenstadt besetzen, wird die Laurentiuskapelle für lutherische Gottesdienste genutzt. Die Stadtbevölkerung darf katholisch bleiben. Eine dauerhaft evangelische Stadt wird Seligenstadt dadurch also nicht.

 

1699 entsteht mit Neu-Isenburg ein weiterer Zufluchtsort. Hugenotten und Waldenser finden hier eine neue Heimat. Ihr reformierter Glaube gehört von Beginn an zur Identität der Siedlung; Französisch bleibt bis 1829 Amtssprache. Die evangelische Geschichte der Region ist damit auch eine Geschichte von Flucht, Aufnahme und dem Mut, anderswo noch einmal anzufangen.

Im 18. Jahrhundert: Kirchen für das evangelische Gemeindeleben

 

In Dreieichenhain wird die nach einem Brand neu errichtete Burgkirche 1718 eingeweiht. Ihre Empore, die barocke Kanzel und die später hinzugekommene Stumm-Orgel prägen den Raum bis heute.

 

In Dudenhofen entsteht 1769/70 die heutige Kirche. Ihr quer ausgerichteter Innenraum mit Emporen und Kanzel macht eine evangelische Überzeugung auch baulich sichtbar: Die Gemeinde versammelt sich zum gemeinsamen Hören auf das Wort Gottes.

 

Ab 1803: Mit den Amtsleuten kommen neue Gemeinden

 

Mit dem Ende der kurmainzischen Herrschaft verändern sich auch die konfessionellen Verhältnisse im Osten der Region. In das bislang katholisch geprägte Seligenstadt ziehen nach 1803 evangelische Beamte aus Darmstadt. Aus ihnen und weiteren Zugezogenen wächst eine kleine Gemeinde. Zunächst feiert sie ihre Gottesdienste im Gasthaus „Zum Goldenen Faß“. 1844 zählt sie gerade einmal 136 Mitglieder – und wagt trotzdem den Bau einer eigenen Kirche.

 

1847 wird die Evangelische Kirche am Obertor eingeweiht, wesentlich unterstützt vom Gustav-Adolf-Verein. Zur Ausstattung tragen Menschen weit über die eigene Gemeinde hinaus bei: Der Altar kommt von einer Londoner Gemeinde, der Abendmahlskelch aus Babenhausen. Auch die jüdische Gemeinde Seligenstadts unterstützt den Kirchenbau und schenkt ein silbernes Hostiengefäß. Eine bemerkenswerte Geschichte nachbarschaftlicher Hilfe.

Ende des 19. Jahrhunderts: Ein „Dom“ für die Dreieich und Gemeinden entlang der Schienen

 

Am 26. August 1883 wird die Langener Stadtkirche eingeweiht. Am selben Tag erhält Langen die Stadtrechte. Der neugotische Sandsteinbau ersetzt die baufällige mittelalterliche Jakobskirche und wird zu einem Wahrzeichen der Stadt. „Dom der Dreieich“ heißt die evangelische Kirche deshalb bis heute liebevoll – samt Sternengewölbe, großer Fensterrose und weithin sichtbarem Turm.

 

Während in Langen eine große Kirche entsteht, wachsen andernorts erst kleine evangelische Gemeinschaften heran. Industrialisierung und Eisenbahnbau bringen neue Beschäftigte und ihre Familien in die katholisch geprägten Orte. Besonders deutlich zeigt sich das in Ober-Roden: Mit dem Ausbau zum Bahnknotenpunkt ziehen zahlreiche evangelische Eisenbahnbedienstete zu. Lebten dort 1871 nur 27 Evangelische, sind es 1900 bereits 128. Die Eisenbahn transportiert also nicht nur Waren und Reisende – sie verändert auch die kirchliche Landkarte.

Um 1900 bis 1933: Vom Betsaal zur eigenen Kirche

 

In Mühlheim erhalten die Evangelischen 1899 einen eigenen Betsaal, der 1915 zur Gustav-Adolf-Kapelle ausgebaut wird. In Steinheim besteht seit 1853 eine evangelische Gemeinde; 1902 bekommt sie ihre neugotische Kirche in der Ludwigstraße. Solche Gebäude geben den gewachsenen Gemeinschaften einen festen Ort und machen ihre Zugehörigkeit zur Stadt sichtbar. In Obertshausen findet am 18. Mai 1919 der erste evangelische Gottesdienst in der Neuen Schule statt.

 

In Heusenstamm wird der Kirchenbau zum Wettlauf mit der Geldentwertung. Schon vor dem Ersten Weltkrieg hat die kleine evangelische Gemeinschaft für ein eigenes Gotteshaus gesammelt und gespart. Als 1922 endlich gebaut wird, treibt die Hyperinflation die Kosten in schwindelerregende Höhen. Bei der Einweihung am 30. September 1923 stehen mehr als 73 Billionen Mark zu Buche – und sogar die 17 Pfennige hinter der gewaltigen Summe sind überliefert. Spenden aus Schweden und den USA helfen, die Rechnungen zu begleichen. Die Gustav-Adolf-Kirche wurde deshalb damals auch „Inflationskirche“ genannt.

 

Ober-Roden folgt 1929 mit seiner gleichnamigen Kirche. Dort hat die Geldentwertung zuvor die angesparten Baumittel vernichtet. Die Gemeinde sammelt erneut, unterstützt vom Gustav-Adolf-Verein und dessen Frauenvereinen. In Hainstadt wird 1933 sogar eine ehemalige Zigarrenfabrik zur Kirche umgebaut.

Ab 1937: Neue Heimat, neue Gemeinden

 

Noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs kommen evangelische Familien aus der Rhön nach Klein-Krotzenburg. Für den von den Nationalsozialisten angelegten Truppenübungsplatz Wildflecken müssen sie ihre Heimat verlassen. Insgesamt finden 15 Familien mit 58 Personen hier ein neues Zuhause, vor allem aus Dalherda. Die ersten treffen im November 1937 ein. Mit ihren Traditionen, ihrem Dialekt und ihrem evangelischen Glauben bringen sie neue Facetten in den katholisch geprägten Ort.

 

Während des Krieges kommen Menschen aus zerbombten Städten hinzu, nach 1945 Flüchtlinge und Vertriebene. Einer der Neuankömmlinge ist der Frankfurter Drogeriebesitzer Hermann Kaiser. Er bringt die zugezogenen Evangelischen zusammen, organisiert ehrenamtliche Bauhelfer und streckt für die Kirche in Klein-Krotzenburg 50.000 D-Mark vor. 1953 wird die Gustav-Adolf-Kirche eingeweiht. Zur Feier singt der katholische Kirchenchor evangelische Choräle – ein besonderer nachbarschaftlicher Gruß. 1961 entsteht die eigenständige Kirchengemeinde Hainstadt und Klein-Krotzenburg. Auf Kaisers Initiative geht auch das Simeonstift zurück, eine diakonische Einrichtung zum Wohnen und zur Pflege im Alter, deren erste Bewohner 1964 einziehen.

 

In den 1950er- und 1960er-Jahren: Die Gemeinden wachsen mit den Orten

 

Auch andernorts verändert der Zuzug das kirchliche Leben. In Obertshausen und Hausen entsteht 1951 eine selbstständige Kirchengemeinde; 1953 wird ihre Waldkirche eingeweiht. Der Name passt damals ganz wörtlich: Die Kirche steht zunächst mitten im Wald.

 

In Urberach entsteht 1956 die Petruskirche, in Mühlheim 1959 die Friedenskirche. Neue Wohngebiete und wachsende Gemeinden führen zu weiteren Kirchen, Kindergärten und Gemeindehäusern. Sie werden Orte, an denen Menschen ankommen, Kontakte knüpfen und ein Stück Heimat finden. Gemeinsam Gottesdienst zu feiern, einen Chor aufzubauen oder beim Kirchenbau anzupacken, schafft Verbindungen am neuen Wohnort.


Seit den 1970ern: Eine Kirche wächst mit ihren Aufgaben

 

Auch in Dietzenbach entstehen mit den neuen Stadtvierteln neue Orte für das Gemeindeleben. 1978 wird das Gemeindezentrum eingeweiht, aus dem die heutige Rut-Kirche hervorgeht. In den 1990er-Jahren wird der Gottesdienstraum zur Kirche ausgebaut; 1996 erhält er seine künstlerisch gestalteten Fenster, den Glockenturm und den Taufstein. Die Rut-Kirche gehört damit zu den jüngsten Kirchenbauten unserer Region. Ihre Geschichte zeigt, wie ein Gemeindezentrum Schritt für Schritt auch architektonisch zur Kirche werden kann.

Heute: Neue Räume, neue Zusammenarbeit

 

Die Räume verändern sich weiterhin. In Hainstadt wird nach dem Verkauf der früheren Kirche ein Gottesdienstraum im Gemeindehaus eingerichtet und 2007 eingeweiht. Auch die Kirchengemeinde Nieder-Roden verkauft ihr Gotteshaus und investiert den Erlös in den Um- und Ausbau ihres Gemeindezentrums. Im selben Jahr entsteht in Rödermark die ökumenische Weidenkirche: ein wachsender Kirchenraum unter freiem Himmel, getragen von den christlichen Gemeinden der Stadt. Hier bilden lebende Weiden den Raum für Gottesdienste und Begegnungen – eine besonders junge Form von Kirche, die ganz ohne steinerne Mauern auskommt.

 

Auch der Veränderungsprozess ekhn2030 gehört in diese Geschichte. Sinkende Mitgliederzahlen, weniger Personal und begrenzte finanzielle Mittel verändern die Möglichkeiten kirchlicher Arbeit. Die Frage lautet deshalb: Wie können Gemeinden unter diesen Bedingungen ihren Auftrag erfüllen und für die Menschen vor Ort erreichbar bleiben?

 

Im Dekanat arbeiten die Gemeinden dafür in sechs Nachbarschaftsräumen zusammen. Sie planen über die bisherigen Gemeindegrenzen hinaus, stimmen Angebote ab und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Dabei bringen die einzelnen Orte ihre Geschichte, ihre Erfahrungen und ihre besonderen Stärken ein. Was an einem Ort gut gelingt, kann auch den Nachbargemeinden zugutekommen.

 

In den Verkündigungsteams arbeiten Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen sowie Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker zusammen. Sie gestalten den kirchlichen Dienst im Nachbarschaftsraum gemeinsam und können dabei unterschiedliche Fähigkeiten und Schwerpunkte einbringen: etwa für Gottesdienste und Seelsorge, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder die Musik. Das braucht verlässliche Absprachen und Zeit, als Team zusammenzuwachsen.

 

Ebenso wichtig sind die Verwaltungskräfte in den gemeinsamen Gemeindebüros. Sie bündeln Wissen und Aufgaben, bearbeiten Anfragen und halten viele Abläufe im Hintergrund zusammen. Für Menschen, die eine Taufe anmelden, eine Bescheinigung benötigen oder Kontakt zur Gemeinde suchen, sind sie oft die ersten Ansprechpersonen. Die Zusammenführung der Büros bedeutet deshalb mehr als einen Umzug: Mitarbeitende entwickeln gemeinsame Arbeitsweisen, klären Zuständigkeiten und organisieren Erreichbarkeit und Vertretung.

 

Die Verantwortung für die Leitung tragen die Kirchenvorstände beziehungsweise die gemeinsamen Leitungsgremien der gewählten Organisationsform. Mit den hauptamtlichen Teams und den vielen weiteren Engagierten gestalten sie das Gemeindeleben. Denn keine neue Struktur ersetzt die Menschen, die einen Besuch übernehmen, im Chor singen, Kinder begleiten, Veranstaltungen organisieren oder nach einem Gottesdienst noch Kaffee ausschenken.

Morgen: Welche Gebäude braucht das Gemeindeleben?

 

Zur Veränderung gehört auch die Gebäudeentwicklung. Kirchen, Gemeindehäuser und Pfarrhäuser kosten Geld, Energie und Arbeitszeit. Deshalb wird im Nachbarschaftsraum gemeinsam überlegt, welche Räume für die künftige Arbeit gebraucht werden, welche sich gemeinsam nutzen lassen und wo andere Lösungen nötig sind. Die Gebäude sollen zu dem passen, was Gemeinden für und mit den Menschen tun wollen.

 

Dabei geht es um schwierige Entscheidungen. An einem Gebäude hängen Erinnerungen: an die eigene Konfirmation, eine Hochzeit, einen Abschied oder Jahrzehnte ehrenamtlicher Arbeit. Sich von vertrauten Räumen zu trennen, kann wehtun. Zugleich können gemeinsam genutzte Häuser neue Begegnungen ermöglichen und Kräfte freisetzen, die sonst im Unterhalt vieler einzelner Gebäude gebunden wären.

 

Der Blick zurück zeigt: Kirche hat sich hier immer wieder verändert. Durch die Reformation, durch Zuwanderung, durch neue Lebensverhältnisse – und durch Menschen, die Verantwortung übernommen haben. Was uns heute als vertraute Tradition begegnet, hat irgendwann als ungewohnter Aufbruch begonnen.

 

Burgkirche oder Waldkirche, Wirtshaussaal oder Gemeindezentrum: Die Formen und Orte werden sich weiter wandeln. Die Aufgabe bleibt, die Gute Nachricht von Jesus Christus mit den Menschen zu teilen und im Alltag lebendig werden zu lassen. Auf die Bibel hören, nach Gott fragen, Hoffnung schöpfen und füreinander da sein: So schreiben wir die Geschichte unserer Kirche weiter.