Steinheim: Israel-Sonntag setzt Zeichen für jüdisch-christliches Miteinander

Steinheim: Israel-Sonntag setzt Zeichen für jüdisch-christliches Miteinander

Steinheim: Israel-Sonntag setzt Zeichen für jüdisch-christliches Miteinander

# Neuigkeiten

Steinheim: Israel-Sonntag setzt Zeichen für jüdisch-christliches Miteinander

Ein eindrucksvolles Zeichen für den jüdisch-christlichen Dialog wurde am vergangenen Sonntag in der evangelischen Kirche in Steinheim gesetzt. Unter dem Leitwort „Einander begegnen und gemeinsam unterwegs sein“ fand dort ein besonderer Gottesdienst zum Israel-Sonntag statt, der gemeinsam von der jüdischen Gemeinde Hanau, der Evangelischen Ortskirchengemeinde Steinheim und der Wallonisch-Niederländischen Kirche gestaltet wurde.

Die fast voll besetzte Kirche machte deutlich, wie groß das Interesse an Begegnung und einem friedlichen Miteinander ist. Der Israel-Sonntag ist ein evangelischer Gedenktag, der an die wechselvolle Geschichte des Verhältnisses zwischen Juden und Christen mit ihren Höhen und Tiefen erinnert. Zugleich richtet sich der Blick auf die gemeinsamen Wurzeln des Glaubens und auf die Verantwortung, die aus der Geschichte für die Gegenwart erwächst.

Pfarrerin Christina Schultheis, die den Gottesdienst als Gastgeberin eröffnete, unterstrich die Bedeutung persönlicher Begegnungen. Gerade in Zeiten, in denen Vorurteile und Antisemitismus wieder deutlich sichtbar seien, sei es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und die gemeinsamen Wurzeln des Glaubens nicht aus dem Blick zu verlieren.

Rabbiner Andy Steiman aus Frankfurt nahm in seiner Auslegung die Geschichte des Propheten Jona in den Blick. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis, dass man vor der Wahrheit letztlich nicht davonlaufen könne.

Auch den heutigen Antisemitismus sprach Steiman deutlich an. Dieser richte sich zunächst gegen Jüdinnen und Juden, sei aber zugleich ein Warnsignal für die gesamte Gesellschaft. Wo es versäumt werde, eine Gruppe zu schützen, könne dies letztlich auch andere gesellschaftliche Gruppen gefährden. Steiman ermutigte die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, den jüdisch-christlichen Dialog weiterhin aktiv zu gestalten und die Begegnung fortzusetzen.

Pfarrer Torben W. Telder von der Wallonisch-Niederländischen Kirche stellte das Aufeinander-Hören in den Mittelpunkt seiner Gedanken. Unterschiede müssten dabei nicht verschwiegen werden. Entscheidend sei vielmehr, dem Gegenüber offen zu begegnen und neben den Unterschieden auch das Wertvolle und Verbindende wahrzunehmen.

Eine besondere Atmosphäre erhielt der Gottesdienst durch seine musikalische Gestaltung. Rabbiner Steiman hatte sein Schofar, das traditionelle Widderhorn, mitgebracht. Sein eindringlicher Klang wurde zu einem musikalischen Ausdruck des Wunsches nach Versöhnung und einer guten gemeinsamen Zukunft. Pfarrer Telder trug zudem zwei Synagogalgesänge vor, die die besondere und emotionale Stimmung des Gottesdienstes eindrucksvoll aufnahmen.

Zum Abschluss nahm Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, der gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Borowski am Gottesdienst teilnahm, die Gelegenheit wahr, sich für das starke Zeichen des Miteinanders zu bedanken. Gleichzeitig würdigte er den Einsatz der Polizei- und Sicherheitskräfte, die für den Schutz der Veranstaltung sorgten. Ein besonderes Zeichen setzte Bieri schließlich mit dem Entzünden der Menora, die neben dem ersten Hanauer Nagelkreuz aus der Wallonisch-Niederländischen Kirche stand. Dass dies erst am Ende des Gottesdienstes geschah, hatte eine symbolische Bedeutung: Das Licht sollte dafür stehen, dass das, was an diesem Sonntag in der Kirche begonnen wurde, nicht auf den Gottesdienst beschränkt bleibt, sondern weiterwirkt und auch in die Stadt hineinleuchten soll.

Der Israel-Sonntag in Steinheim machte damit deutlich, dass Begegnung, gegenseitiges Zuhören und der offene Dialog wichtige Bausteine für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben sind.

Dies könnte Sie auch interessieren

Evangelisches Dekanat Dreieich-Rodgau

Haus der Kirche

Theodor-Heuss-Ring 52
63128 Dietzenbach
Tel. (06074) 48461-0
dekanat.dreieich-rodgau@ekhn.de

Redaktion der Webseite / V. i. S. d. P.:
Fachstellen Öffentlichkeitsarbeit
Kai Fuchs, Tel. (06074) 4846116
Stephanie Kunert, Tel. (06074) 4846117
oeffentlichkeitsarbeit.dreieich-rodgau@ekhn.de  

LEITUNG

 

PRÄSES DER DEKANATSSYNODE
Dr. Michael Grevel
michael.grevel@ekhn.de

DEKAN
Pfr. Steffen Held
Tel. (06074) 4846120
steffen.held@ekhn.de

STELLVERTRETENDER DEKAN
Pfr. Ansgar Leber
Tel. (06074) 4846129
ansgar.leber@ekhn.de  

BANKVERBINDUNG

Ev. Regionalverwaltungsverband
Starkenburg-Ost

DE45 5055 0020 0002 2745 74

HELADEF1OFF

Städtische Sparkasse Offenbach

 

Bitte geben Sie bei Überweisungen immer unsere Rechtsträger-Nr. im Verwendungszweck an: 

RT-Nr. 0900 101398

Ihr Anliegen